Hundetraining

So wird das Hundetraining zum Erfolg

Die Erziehung eines Hundes ist nicht gerade einfach, gerade wenn man zum ersten Mal Hundehalter ist. Da man mit dem Vierbeiner aber den Alltag teilt und er Mitglied der Familie ist, muss man ihn auch entsprechend trainieren und an gewisse Regeln gewöhnen.

Ein Tier, das keine Konsequenz erfährt, wird früher oder später selbst die Führung übernehmen und allen seinen Willen diktieren, das Chaos ist vorprogrammiert. Mit den folgenden Tipps sollte ein erfolgreiches Hundetraining aber gelingen und ein harmonisches Familienleben möglich sein.

Der Hundehalter als Rudelführer

Es gibt Menschen, die sich im Alltag lieber zurück halten, während andere gerne den Ton angeben. Wenn man Hundehalter ist, dann hat man eigentlich keine Wahl, man muss sich unbedingt als Führer des Rudels durchsetzen. Der Hundehalter darf also die Führung nie abgeben, er bestimmt, wohin der Auslauf führt und wo und wann der Hund schnüffeln darf. Das hat überhaupt nichts mit Härte zu tun, sondern nennt sich Konsequenz und ist unabdingbar für das Zusammenleben. Natürlich muss man das Tier nicht ständig kommandieren, es darf auch gewisse Freiräume haben, aber auch diese werden vom Rudelführer begrenzt. Grenzen müssen auch nicht zwangsläufig immer die gleichen sein, auch spontane Entscheidungen sind möglich, wichtig ist nur das Setzen von Grenzen.

Nur die Gegenwart zählt

Wenn sich jemand einen Hund anschaffen möchte, dann geht er oft ins Tierheim, weil hier nicht selten Tiere sitzen, die bisher kein so schönes Leben hatten. Natürlich ist dies sehr löblich, wenn man einem solchen Hund ein neues Zuhause geben und ihm die schönen Seiten zeigen möchte. Es ist aber ganz wichtig, dass man das Tier jetzt nicht verhätschelt, um die schlechten Dinge wieder gut zu machen. Sobald der Vierbeiner einzieht, beginnt eine neue Zeitrechnung, und man geht ganz normal mit ihm um. Es reicht, wenn er nun ein gutes Zuhause hat, die Vergangenheit  ist vorbei, und der Blick geht nach vorne.

Feste Zeiten sind kein Muss

Viele Hundehalter sind der Meinung, dass sie ihrem Tier einen möglichst festen Tagesablauf bieten müssen, weil dies der Erziehung zuträglich ist. Mahlzeiten und Spaziergänge erfolgen stets zur gleichen Uhrzeit. Damit ist der Tag für den Hund zwar vorsehbar, jedoch kommt auch schnell Langeweile bei Mensch und Tier auf. Dem Vierbeiner macht es überhaupt nichts aus, wenn er sein Fressen mal eine Stunde später oder früher bekommt, und das macht die Gestaltung des Alltags auch flexibler.

Die grundlegenden Kommandos

Auch wenn man es mit dem Hundetraining nicht so ernst nimmt, die Kommandos „Platz“ und „Sitz“ sollte jedes Tier beherrschen. Diese Befehle kann man dem Hund ganz ohne großes Aufheben und große Gesten beibringen. Für das „Sitz“ stellt man sich vor seinen Liebling und schaut ihn mit großen Augen an. Dieser Blick ist ganz wichtig bei der Kommunikation mit dem Tier, dann sagt man in ganz normalem Tonfall „Sitz“. Wenn der Hund nicht reagiert, wird beim Kommando der Zeigefinger gehoben, dann beugt man sich nach unten und drückt mit einer Hand sein Hinterteil nach unten, während man die andere auf seinen Brustkorb legt.

Beim Kommando „Platz“ wird ganz ähnlich verfahren, hier zeigt aber der Zeigefinger nach unten, und man legt eine Hand auf das Hinterteil und das andere auf die Schulter des Tieres. Während man „Platz“ sagt, drückt man zunächst das Gesäß sanft nach unten und anschließend die Schulter. Wichtig ist eine normale Lautstärke, mit Geschrei wird man gar nichts erreichen. Irgendwann reichen vielleicht die Lippenbewegungen und der Fingerzeig für den Hund aus.

Der Hund sollte bei Fuß gehen

Etwas schwieriger ist es, dem Vierbeiner beizubringen, dass er bei Fuß laufen soll, und das am besten irgendwann auch ohne Leine. Damit das Spazierengehen so für beide eine ganz entspannte Sache wird, vermeidet man auch in diesem Fall große Gesten und eine lautere Stimme. Verzichten sollte man auch auf die allseits so beliebten Langlaufleinen, die sich von selbst wieder aufrollen. Mit der vermeintlich größeren Freiheit tut man letztendlich niemandem einen Gefallen.

Am besten lässt sich das Training durchführen, wenn der Hund leicht ausgepowert ist. Man nimmt ihn an die Leine uns stellt ihn neben sich. Dann marschiert man langsam voran. Will der Hund eine andere Richtung einschlagen, gibt man einen Zischlaut von sich und zieht ihn mit der Leine zu sich hin. Dabei ist darauf zu achten, dass man nicht nach oben zieht und auch nicht ruckartig an der Leine reißt. Es ist wichtig, dass die Leine bei diesem Training niemals gespannt ist.

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