Hund im Fahrradanhänger

Ab wann dürfen Welpen im Hunde Fahrradanhänger mitfahren?

Junghunde sollen nicht neben dem Fahrrad herlaufen, bis der Körperbau vollständig entwickelt ist. Die einzige Möglichkeit, deinen Welpen beim Radfahren mitzunehmen, ist also der Anhänger. Doch ab wann kannst du das tun und was gibt es zu beachten?

Ab wann darf ein Welpe im Anhänger mitfahren?

Ganz anders als beim Laufen neben dem Rad gibt es beim Mitfahren im Anhänger im Grunde keine Altersbeschränkung.

Damit ihr beide Freude an der Sache habt, sollten einige Bedingungen erfüllt sein:

Dein Welpe

  • muss mit Anhänger vertraut sein
  • gerne einsteigen und sitzen bleiben
  • Freunde an der Sache haben
  • darf unterwegs keine Angst oder Unbehagen zeigen
  • sollte stubenrein sein.

Damit das klappt, heißt es üben, üben, üben und abwarten wie dein Hund sich insgesamt entwickelt. Manche Rassen sind Frühentwickler, erfassen Neues schneller und werden rasch zu routinierten Junghunden. Andere brauchen etwas länger.

Anhänger-Training und Entwicklungsphasen des Welpen

Normalerweise beziehen Welpen zwischen der 8 und 12 Lebenswoche ein neues Heim. Spätestens dann kannst du sachte mit dem Anhänger-Training beginnen.

Ist der Welpe bei dir Zuhause geboren, kann er den Anhänger in der ersten Prägungsphase kennenlernen. Das bedeutet in diesem Fall, dass der Anhänger irgendwo in der Wohnung herumsteht oder dem Hündchen als Schlafplatz dient. Das Losradeln muss aber noch warten.

4. bis 8. Lebenswoche Erste Prägungsphase

In dieser Zeit sollte dein Hund schon verschiedene Menschen und neue Reize kennenlernen. Hunde, die in dieser Zeit auf vernünftige Weise mit Neuem konfrontiert werden, tun sich im späteren Leben mit dem Lernen insgesamt leichter.

8. bis 12. Lebenswoche Sozialisierungsphase

In der Sozialisierungsphase fängt der Welpe aktiver an, Objekte, Untergründe und Umweltreize selbstständig zu erforschen. Spätestens in dieser Zeit wird er bei dir Zuhause einziehen.

In einem geschützten Ambiente und in kleinen Zeiteinheiten kann dein Junghund diese Dinge kennenlernen

  • den Fahrrad-Anhänger (zum Spielen, Verstecken oder als Schlafhöhle)
  • Straßenverkehr mit Geräuschen
  • fremde Menschen
  • den Klang einer Fahrradklingel, Bremsgeräusche usw.

Du kannst deinen Hund ab und zu in den Hänger setzen. Zwing ihn aber niemals zum längeren Aufenthalt, wenn er das nicht möchte. Schließe die Abdeckungen erst für einige Momente, wenn sich der Welpe im Innenraum sichtbar wohlfühlt. Gefällt ihm der Hänger, ziehst du ihn einfach etwas in der Wohnung umher.

Doch lass dich selbst von einem braven Welpen, niemals dazu verleiten, sofort auf eine Tour zu gehen. In diesem Alter würden die vielen Eindrücke den Hund völlig erschlagen. Welpen lernen in kleinen Einheiten. Eine Viertelstunde Neues lernen ist ideal. Dann ist wieder Zeit für eine Pause, um die neuen Eindrücke richtig verarbeiten zu können.

13. bis 25. Woche Grenzen setzen und erziehen

In dieser Zeit fangen die Kleinen schon an, nach ihrem Platz im Rudel zu fragen. Jetzt ist es Zeit, deinem Hund die passenden Rahmen zu setzen und ihn sachte an Kommandos zu gewöhnen.

Das Anhänger-Training kann jetzt regelmäßiger erfolgen. Dein Hund sucht Führung und will wissen, was seine Aufgaben und Möglichkeiten sind. Dies ist insbesondere bei einem Familienhund, wie dem Magyar Viszla der Fall.

Wenn du ihn bittest, im Hänger sitzen zu bleiben, sollte er eine kurze Zeitspanne aufmerksam sein. Kommandos und Übungen müssen nicht sofort zu einhundert Prozent klappen. Wichtig sind das Interesse des Hundes am Lernen, Freude und sichtbare kleine Fortschritte. Nimm dir Zeit für die Basis. Wenn du in dieser Phase ungeduldig bist, rächt sich das schon ein paar Wochen später.

Bleibt dein Welpe brav sitzen, kannst du anfangs kleine Runden in der Hofeinfahrt drehen. Wiederhole das so lange, bis der Hund darin absolute Sicherheit und Routine hat. Dann dehnst du die Touren behutsam aus. Zuerst geht es nur für einige Meter raus auf die Straße. Später bis zum Ende des Häuserblocks, dann bis zum Ende der Straße usw.

7. bis 12. Lebensmonat Hunde-Pubertät

In der Halbstarken-Phase wird dein Hund mehr Interesse an anderen Hunden entwickeln. Willst du später in Ruhe radeln, sollten andere Vierbeiner für deinen Junghund Routine sein. Den soliden Umgang mit Artgenossen lernen Welpen in der Welpenschule ab der 8 Lebenswoche.

Zwischen dem 7. und 12. Lebensmonat kann dein Hund je nach Geschlecht und Temperament noch mal richtig aufmüpfig werden.

Unter Umständen stellt er oder sie dann alles infrage, was ihr bisher gelernt habt. Versäumnisse in der bisherigen Sozialisierung und Erziehung werden jetzt sichtbar.

Bei einem schwierigen Hund, kannst du jetzt erst sicher sehen, ob er beim Anhänger-Fahren über längere Zeit ruhig bleibt, dem Straßenverkehr trotzt und bei vorüberziehenden Reizen nicht ausflippt.

Mit einem ruhigen und soliden Hund, der seine ersten Stunden Hundetraining schon hinter sich hat, kannst du in dieser Zeit schon größere Touren unternehmen. Bedenke aber, dass dein Junghund wahrscheinlich noch nicht so viel Ausdauer hat. Eure Touren sollten immer ein für den Hund lohnenswertes Ziel haben.

Darf dein Hund nach dem Radeln Artgenossen treffen, draußen spielen und die Welt erkunden, steigt er beim nächsten Mal sicher gerne wieder ein.

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